Überblick
Was roster ist, was der Proof of Concept heute abbildet und was noch fehlt.
roster ist eine digitale Schülerakte für Schulen: Stammdaten, Sorgeberechtigte, Klassen und Laufbahn, Schulwechsel, Aufbewahrung und Löschung, dazu die Förderplanung. Dieselbe Software soll eine einzelne Schule ebenso tragen wie alle Schulen eines Landes.
Ausgangslage
Referenz ist Mecklenburg-Vorpommern: das Schulgesetz (§§ 70–70d in der Fassung ab 1.8.2026), die Schuldatenschutzverordnung und die Förderverordnung. Was landesspezifisch ist, steht in Regelpaketen: Aufbewahrungsfristen, was beim Schulwechsel übermittelt werden darf, welche sensiblen Daten digital geführt werden dürfen, Förderung, Volljährigkeit. Bayern ist als zweites Paket die Gegenprobe, dass das Modell ein anderes Land trägt.
Was der Proof of Concept abbildet
| Bereich | Stand |
|---|---|
| Akte | Klassen und Schuljahre, Aufnahme mit Sorgeberechtigten, Laufbahn, Abgang bis „Akte geschlossen“, Verweise auf die Papierakte, Sperrvermerke, Einsichtsfreigaben |
| Rechte | Akte nach Bereichen mit Zugriff nach Rolle (SchulDSVO M-V § 2 Abs. 3), in der Datenbank geprüft |
| Stammblatt | als barrierefreies PDF (PDF/UA) |
| Aufbewahrung | Fristen aus dem Regelpaket, Archivangebot, Löschung mit Nachweis, Bericht für Schulleitung und Revision |
| Schulwechsel | Datensatz nach XSchule 1.2, im Verbund direkt, sonst als Datei, Übernahme mit Probelauf |
| Sensible Bereiche | Förderung, Gesundheit, Beratung in drei Stufen, verschlüsselte Anlagen |
| Förderplanung | Förderbedarf, Förderpläne mit Fassungen, Nachteilsausgleich, Notenschutz |
| Volljährigkeit | Elterninformation nach SchulG M-V § 55a, mit Widerspruch |
Offen sind Lernentwicklungsbericht und Feststellungsantrag.
Grundsätze
- Daten in Deutschland. Produktiver Betrieb nur in deutschen Rechenzentren oder auf Servern der Schule bzw. ihres Trägers.
- Keine echten Daten außerhalb des Betriebs. Entwicklung, Tests und Vorführung nutzen nur synthetische Schulen.
- Rechte an den Daten. Wer was sieht, steht als Regel in der Datenbank, nicht nur im Programm. Lesen sensibler Bereiche wird protokolliert.
- Keine KI-Dienste mit Fach- oder Personendaten.
Technik
Dieselbe Bauweise wie score, damit beide gemeinsam betrieben werden können: Weboberfläche mit Astro und Svelte, Fachdienst in Go, Regelpakete mit einer Regel-Engine in Rust (als WebAssembly), PostgreSQL mit Row-Level Security, Anmeldung über Keycloak (OpenID Connect). Das Datenmodell kommt aus canon, der gemeinsamen Datenschicht mit score und timbra; siehe roster im Verbund.