Funktionen
Was timbra im Schulalltag übernimmt – von Halbjahren und Besetzung über Vertretung und Aufsichten bis zu Ermäßigungen und Räumen.
Schuljahr, Halbjahre und Planversionen
Die Stammdaten eines Schuljahres sind ein Datenbestand: Lehrkräfte mit ihren Fächern, Klassen mit ihren Klassenleitungen, und wer welches Fach in welcher Klasse unterrichtet. Der Stundenplan dagegen ändert sich im Lauf des Jahres, etwa zum Halbjahr oder für Epochenunterricht.
Das Schuljahr ist dafür in Zeiträume geteilt, üblicherweise 1. und 2. Halbjahr. Ein Kurs gilt das ganze Jahr oder nur in einzelnen Zeiträumen. Jeder Plan wird für einen Zeitraum gerechnet und als Version gespeichert.
Für Epochenunterricht wird ein Fach in der Stundentafel als „epochal“ markiert, etwa Kunst im
- und Musik im 2. Halbjahr als Doppelstunde. Die Stunden gelten dann im Mittel über das Schuljahr. Die Planungsreife prüft die Summe über alle Zeiträume, nicht jeden Zeitraum einzeln.
Für den nächsten Zeitraum leitet man aus einer bestehenden Version eine neue ab und arbeitet dort weiter. Die neue Version kennt ihre Vorgängerin; die alte bleibt unverändert und lässt sich jederzeit wieder öffnen. Versionen tragen einen Namen, zum Beispiel als Variante oder mit laufender Nummer. Eine freigegebene Version ist eingefroren; Änderungen entstehen in einer neuen Version.
Besetzung: Kontinuität und Umbesetzung
Eine Lehrkraft bleibt in der Regel das ganze Schuljahr bei ihrer Klasse. Eine feste Zuweisung gilt über alle Zeiträume. Wählt der Solver die Lehrkraft selbst, behält er die Wahl des Vorhalbjahrs nach Möglichkeit bei.
Umbesetzen geht trotzdem jederzeit, etwa wenn eine Lehrkraft geht, eine neue kommt oder für Deutsch jemand fehlt:
- Von Hand, von der Lehrkraft aus: Kurs abgeben an …, Kurs übernehmen. Das Restdeputat beider Lehrkräfte steht dabei, vorher und nachher. Ein abgegebener Kurs ohne Nachfolge bleibt als „unbesetzt“ sichtbar, bis jemand ihn übernimmt.
- Mit Datum: Ein Wechsel gilt ab einem Tag, zum Halbjahr ebenso wie bei einem Ausfall mitten im Jahr. Je Klasse und je Lehrkraft lässt sich nachvollziehen, wer bis wann wo unterrichtet hat.
- Als Vorschlag des Solvers: Für einen Ausfall ab einem Datum schlägt timbra Wechsel vor, auch Ketten, bei denen eine Lehrkraft aus einer anderen Klasse nachrückt. Zu jedem Vorschlag stehen die Deputate vorher und nachher. Übernommen wird ein Vorschlag als Ganzes.
Qualifikationen und fachfremder Unterricht
Jede Lehrkraft hat ihre Fächer, meist die zwei Studienfächer, in jeder Kombination. In der Grundschule hat jede Klasse eine Klassenlehrkraft, die einen Großteil der Fächer selbst unterrichtet; auf Wunsch sieht sie ihre Klasse an jedem Schultag.
Fehlen Lehrkräfte, unterrichtet jemand ein Fach ohne Qualifikation, auch wenn er schon voll verplant ist. timbra lässt das zu und benennt es: Der Einsatz ist als „fachfremd“ markiert und erscheint in der Planungsreife als Hinweis. Bei Lehrkräftemangel in einem Fach zieht auch der Solver fachfremde Besetzung in Betracht, nachrangig hinter qualifizierten Lehrkräften und auf Wunsch des Planungsprofils.
Vertretung
Bei einer Abwesenheit zeigt timbra die betroffenen Stunden und je Stunde gerankte Kandidaten. Freigegebene Tagesstände bleiben unverändert.
Wer wie viel vertritt, steht in der Tabelle „Vertretungslast“: je Lehrkraft die Vertretungsstunden, ihre Vertretungsreserve auf den Zeitraum gerechnet, Ausgleich, Konto und Entfälle. Auffällige Mehrbelastung ist markiert. Darüber nennt timbra die Lehrkräfte mit dem geringsten Konto, die als Erste gefragt werden sollten. Eine ganz gleichmäßige Verteilung geht nicht immer auf, weil die anderen gerade selbst unterrichten; welche Lehrkraft im Moment frei ist, zeigt die Kandidatenliste des einzelnen Falls.
Das Stundenkonto je Lehrkraft summiert die geleisteten Vertretungsstunden. Einen Ausgleich, etwa eine freie Stunde, bucht die Schule mit Datum, Stunden und Grund darauf. Das Konto geht in das Ranking der Kandidaten ein: Wer mehr vertreten hat, rückt nach hinten.
Aufsichten
Aufsichtsbereiche wie Schulhof oder Bushaltestelle haben ein Gebäude und einen Bedarf: wie viele Aufsichten nach welcher Stunde, jeden Tag oder an einzelnen Wochentagen. So entstehen die Hofaufsichten in den großen Pausen.
Busaufsichten liegen nach Unterrichtsschluss: nach einer festen Stunde, auch der letzten des Tages, oder nach der letzten Stunde eines Jahrgangs oder einer Klasse. Diese Stunde ergibt sich dann je Tag aus dem Plan, mehrere Buszeiten am Tag sind mehrere Bedarfe.
Jede Lehrkraft hat ein Aufsichtssoll. timbra verteilt die Aufsichten auf den fertigen Plan: gleichmäßig nach Soll, bevorzugt an Lehrkräfte, die davor oder danach im selben Gebäude unterrichten. Wer während einer Pause unterrichtet, ist für sie nicht eingeteilt. Für eine Busaufsicht kommt nur in Frage, wer dann noch da ist, zuerst wer die wartenden Klassen in der letzten Stunde hatte.
Ermäßigungen und Wertrechnung
Die Schule legt Ermäßigungsvorlagen mit Stundenwert an, etwa Schulleitung, Schwerbehinderung nach GdB, Altersermäßigung, Klassenleitung oder IT-Betreuung, und ordnet sie Lehrkräften zu. Eine Vorlage kann zusätzlich „keine Aufsichten“ bedeuten. Den Grund dahinter, etwa einen Grad der Behinderung, speichert timbra nicht. Daneben gibt es individuelle Ermäßigungen je Lehrkraft mit Grund und Stunden.
Die Wertrechnung stellt Soll und Ist gegenüber: Soll ist das Deputat abzüglich der Ermäßigungen, Ist der Unterricht der Version, gewichtet mit dem Wertfaktor des Fachs oder Kurses.
Räume
Ein Raum nimmt zu jeder Zeit höchstens einen Unterricht auf. Seine Sitzplätze sind eine Mindestgröße: Die Gruppe muss hineinpassen, mehr Plätze machen den Raum nicht teilbar.
Web-Demo
Die Web-Demo zeigt die Oberfläche der Anwendung mit Plänen, die vorher in timbra gerechnet wurden. Sie dient zum Ansehen; bearbeitet und gerechnet wird in der Desktop-Anwendung. Alle Zahlen der Demo stammen aus dem Code der Anwendung, und die Demodaten zeigen nur, was die Anwendung kann.